Traumatherapie & körperorientierte Methoden

Wenn Erlebtes zu viel war und die Vergangenheit sie umfängt, während der Alltag weiterschreitet…

Zunächst einmal, es gibt unterschiedliche Arten von Trauma: Schocktrauma und Entwicklungs- Bindungstrauma.

Da Trauma in erster Linie ein körperliches Geschehen ist, welches sich negativ auf Gedanken und Emotionen auswirkt, brauchen wir den Körper, um Trauma zu heilen. Wenn Sie traumatische Erfahrungen gemacht haben, begleitet Sie ein Zustand von erhöhter Wachsamkeit, ständiges unterschwelliges „auf der Hut sein“ immer wieder im Alltag. Das liegt daran, dass während des Traumas, Versuche zu kämpfen, zu fliehen, oder in Starre zu fallen erfolglos waren oder gewaltsam unterbrochen wurden, und die im Nervensystem aktivierte Überlebensenergie sich nicht auf natürliche Weise entladen konnte. Man wird überwältigt und bleibt in einer hohen Anspannung und Hilflosigkeit stecken. Sie leben weiterhin im Notfallmodus, auch wenn die Gefahr längst vorüber ist.

Da unser Körper keine Erfahrung vergisst, sind diese auch nach Jahren und Jahrzehnten noch abrufbar und in Form von Triggern wird die Erinnerung von damals wieder aktiviert und in solcher Art lebendig, als würde es gerade passieren.

In der körperorientierten Traumatherapie geht es deshalb darum, diese, (in der Vergangenheit zum eigenen Schutz), nicht bewältigten und zu Ende gefühlten Impulse erfolgreich abzuschließen und die Selbstregulation wieder herzustellen. Hierzu brauchen wir den Körper, denn dort sind alle Erfahrungen gespeichert. Beruhigend ist, das Trauma muss nicht bewusst wieder erlebt werden. Allein das körperliche Erinnern, ganz sanft, achtsam und leise, ganz langsam, genügt.

„Wo im Inneren Klarheit, Akzeptanz und Frieden wohnen,
da leben im Außen Freiheit, Freude und mitfühlende Liebe.“

Sybille Oberender

Körperweisheit
Sie ist ein uns innewohnender Schatz, angeboren und unzerstörbar. In der körperorientierten Therapie machen wir sie uns zu nutze. Hier folgen wir Schritt für Schritt dem, was der Körper uns sagt es ist vergleichbar, wie ein kreativer Weg von Innen heraus, und jedes Mal einzigartig. Da unsere ganze Lebensgeschichte in den Zellen unseres Körpers gespeichert ist leben glückliche Momente, traumatische Erlebnisse sowie langandauernder Stress auf besondere Art und Weise in- und mit uns. Diese sind als jederzeit aktivierbare und veränderbare neuronale Muster abgespeichert, welche in Form von Körpererinnerungen wachgerufen werden.
Fokussiertes, achtsames Spüren schenkt uns Zugang zu unserem Körpergedächtnis, so gelingt es uns, mit Erinnerungen zu arbeiten, die unserem bewussten Verstand nicht, oder nicht mehr zugänglich sind. Hier erzählt der Körper seine eigene Wahrheit, spüren, ohne zu bewerten.

Achtsamkeit hilft uns
Achtsam spüren bedeutet zu wissen, wann man genauer hin spüren darf und wann nicht. Denn Aufmerksamkeit verstärkt das, was ist. Dieses Spüren darf von mir liebevoll begleitet werden, denn manchmal ruft es auch Angst oder Unsicherheit hervor. Achtsame Präsenz darf geübt werden, so hilft es Ihnen, sich nach und nach wieder mehr mit dem eigenen Körper anzufreunden und zu verbinden. Und das ist unser gemeinsames Ziel. Mehr Sicherheit, Stabilität und Lebensqualität im Alltag, sowie in herausfordernden Situationen für Sie zu erreichen.

Trauma, Resilienz und Ressourcen
Unsere ganz persönliche Resilienz (s. Körperorientiertes Glücks- und Resilienztraining), unterstützt uns dabei, Krisen und Herausforderungen zu bewältigen. Es ist die Widerstandsfähigkeit in uns, die uns immer wieder hilft, uns aufzurichten, ja sogar zu überleben. Diese können wir bewusst einsetzen und stärken, um Wurzeln zu festigen und tiefer wachsen zu lassen, somit Halt zu geben und die innere Kraft spürbar zu machen, um Ruhe zu bewahren, ein sicheres Nervensystem zu aktivieren, wenn es darauf ankommt. Resilienz ist angeboren, unzerstörbar und immer wieder abrufbar!

Der Begriff Ressource stammt aus dem Französischen „ressource=hervorquellen. Ich rede hier von natürlichen Ressourcen, innere und äußere Kraftquellen, die ebenfalls jeder von uns besitzt. So wie die Resilienz, sind sie innere Schätze, die uns helfen, schwierige Zeiten zu ertragen und uns Kraft schöpfen lassen, um weiter zu leben. Es können Werte sein, Verbindungen mit Menschen oder Tieren oder zur Natur, persönliche Anlagen und Talente, u.v.m. Je besser Sie ihre Ressourcen kennen, desto mehr lernen Sie Ihre Kraft zu spüren. Dies ermöglicht Ihrem Körper traumatisch Erlebtes und die dessen Folgen besser zu verarbeiten.

Was ich Ihnen abschließend sagen möchte

Ihre Reaktionen im Zusammenhang mit Trauma sind keine Schwäche, auch kein Zeichen von Versagen. Sie waren einmal sinnvoll und haben Ihnen geholfen, schwierige Situationen zu überstehen. Nun werden sie nicht mehr benötigt, die Gefahr ist vorüber und gemeinsam kreieren wir einen neuen Raum.

glück und lebens trainerin

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